Erfahrungsbericht Weber Kugelgrill

Weber Kugelgrill

In den letzten Wochen habe ich zahlreiche Gerichte auf meinem Kugelgrill zubereitet.
Meist setze ich dabei auf das indirekte Grillen. So sind mittlerweile meine Chicken Drummsticks und der Nackenbraten eigentlich Selbstläufer.
Aber nicht die Gerichte stehen heute im Fokus, sondern die Funktionalität dieses „Werkzeugs“.
Verglichen wird der Weber One-Touch Premium Johann Lafer Edition mit einem handelsüblichen Kugelrill aus dem Supermarkt
Am Anfang steht eine Frage im Raum, was ist mit das Wichtigste bei einem Kugelgrill?

Die Luftzirkulation!

Denn sie ermöglicht zum einen das Halten der konstanten Temperatur bei geschlossenem Deckel und
des weiteren das Grillen ohne das die Flammen hochschlagen, wenn bei direkter Hitze gegrillt wird.
Beim Weber Grill wird diese Zirkulation über drei Wege reguliert: Dem Lüftungsschieber im Deckel,
dem One-Touch System zur Auskehrung der Asche, welches auch gleichzeitig die Luftzufuhr reguliert
und der Aschetopf selbst. Dem gegenüber der Standard Kugelgrill leidglich über den Lüftungsschieber im Deckel und Löcher im Boden verfügt.

Aschetopf
Dabei fällt direkt auf, dass der Aschetopf den eigentlichen Grillraum also frei von Asche hält und
somit die Glut bzw. die Innentemperatur nicht beeinträchtigt wird.
Hingegen der Standard Grill sich die Asche auf dem Boden des Kugelbehälters sammelt und nach und
nach die Löcher welche zur Belüftung genutzt werden sollten verstopft. Ein kontrolliertes indirektes
Grillen über mehrere Stunden, bei konstanter Temperatur ist somit nicht mit Sicherheit zu gewährleisten.

Grillrost
Ein sehr großes Manko an dem die Hersteller dieser Grilldinger arbeiten müssen, ist der Umstand das
wichtige Handlingvorteile wie umklappbare Grillroste, zum Nachlegen von Grillbriketts oder der Holzkohle.
Die Hersteller von Weber haben da mitgedacht und einen echten Marktvorteil erschlossen.
Der hier dargestellt Kugelgrill wird standardmäßig mit einem solchen umklappbaren Rost ausgeliefert.
Die Hersteller von Napoleon Kugelgrills bieten solche Lösungen ebenfalls.
Warum ich diesen Namen ins Spiel bringe? Dazu komme ich sofort, nur muss der Vergleich kurz zuende gebracht werden.

Material
Bleibt noch das Material zu begutachten. Der Weber Grill weißt auch nach einem Jahr intensivster Nutzung
keine Verbrauchsspuren auf. Weber glaubt an seine Produkte und gibt daher auf den Korpus und einzelne Teile
bis zu 10 Jahre Garantie. Der Kugelgrill den ich parallel im Einsatz habe weißt nach nur 6 Monaten Teilzeiteinsatz
relativ schwere Rost- und Verbrauchsspuren auf. Der Lüftungsschieber ist nicht mehr nutzbar und die Löcher
im Boden sind komplett nicht mehr zu gebrauchen. Fazit, dieser Grill ist nur noch zum Standard 08/15 grillen
geeignet für mehr aber nicht. Der Grill von Weber hingegen ist echt sein Geld echt wert, immerhin knapp 300€
und mehr, je nachdem was an Zubehör noch anfällt.

Alternativen
Zurück zu Napoleon. Napoleon ist ebenfalls eine Qualitätsmarke, bei der ich mir nicht ganz sicher bin, wer bei
wem sich so manchen Kniff abgeschaut hat. Aber Napoleon ist etwas günstiger in der Grundanschaffung. Danach
aber auf mindestens dem gleichen Preisniveau wie Weber, wenn es um zubehör gehört.
Einsteiger die zuerst testen wollen was machbar ist, können auch auf Produkte von Landmann, Dancook, Outdoorchef oder cadac zurückgreifen. Alle Grillanbieter haben entweder ein gutes Shopsystem oder sind in fast jedem Baumarkt zu finden.

Gesamtfazit zum Vergleich, Weber One-Touch Premium Johann Lafer Edition mit einem handelsüblichen Kugelrill:
Weber gewinnt haushoch. Das investierte Geld bekommt man nach einem bis zwei Jahren wieder raus.
Aber das Wichtigste, das wirklich Wichtigste ist, dass das Grillergebnis bei einem ordentlichen Barbecue
von 2-12 Stunden, mit einem Weber Grill, immer perfekt ist. Daumen hoch!

Kalbsrollbraten

Cheers

Dieser Beitrag wurde unter Sonstige Ideen abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.